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„AGG-Hopping“ kein generelles Ausschlusskriterium für Ansprüche

Das LAG Schleswig-Holstein hat mit Urteil vom 9.12.2008 (Az. 5 Sa 286/08) entschieden, dass sog. „AGG-Hopping“ kein generelles Ausschlusskriterium für Ansprüche aus dem AGG begründet. Ein (vermeintlich) diskriminierter Arbeitnehmer hat das Recht, Klagen nach dem AGG auch in erheblicher Zahl zu erheben (vgl. auch LAG Hamm Urt. v. 26.6.2008 – 15 Sa  1163/08). Allerdings ist in solchen Fällen die Ernsthaftigkeit der Bewerbung genau zu prüfen. Geht es dem Bewerber nur um Entschädigung und Schadenersatz (idR bei nicht AGG-konformer Stellenanzeige als „Auslöser“), und nicht um die Stelle selbst, ist ein Anspruch wegen Rechtsmissbrauchs regelmäßig nicht gegeben.