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Ungleichbehandlung bei Hinterbliebenenversorgung verfassungswidrig

22. Oktober 2009 2 Kommentare

Nach der heutigen Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts (PM vom 22.10.2009, Az. 1 BvR 1164/07) ist eine Ungleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern gegenüber Eheleuten bei der Hinterbliebenenversorgung verfassungswidrig. Wie jetzt das BVerfG hat sich auch schon zuvor die Rechtsprechung insgesamt verstärkt in diese Richtung entwickelt, vgl. z.B.

  • VG München, Urt. v. 30.10.2008 – M 12 K 08.1484 (Rs. Maruko – Hinterbliebenenversorgung der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen) sowie EuGH v. 1.4.2008 (Maruko).
  • BAG, Urt. v. 14.1.2009 – 3 AZR 20/07; NZA 2009, 489
  • AG Karlsruhe, Urt. v. 5.5.2009 – 2 C 16/09 (Hinterbliebenenversorgung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder – VBL)
  • VG Berlin, Urt. v. 6.5.2009 – 5 A 99.08 (Hinterbliebenenpension)

Ein sensationeller Schritt in die richtige Richtung, wenn man bedenkt, wie das BVerfG am 6.5.2008 in einem ähnlich gelagerten Fall in Bezug auf den Familienzuschlag entschieden hat (NJW 2008, 2325). Die Pressemitteilung liefert bereits rechtlich überzeugende Erwägungen.