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Artikel Tagged ‘Schadenersatz’

500.000,- Euro-Klage zum Großteil gescheitert

Die 500.000,- Euro-Klage vor dem Arbeitsgericht Wiesbaden gegen die R+V Versicherung (bereits im Blog) ist zum Großteil gescheitert. Die türkischstämmige Klägerin bekam statt 500.000,- Euro „lediglich“ 10.800 Euro Schadenersatz zugesprochen. Pressemitteilungen zu Folge beabsichtigt sie, das Landesarbeitsgericht anzurufen.

Erstmalig: Nachweis der Diskriminierung nach dem AGG durch statistisches Gutachten

26. November 2008 1 Kommentar

Beim LAG Berlin-Brandenburg (Az. 15 Sa 517/08) hat eine Klägerin in diesen Tagen Recht bekommen, dass Sie bei der Besetzung einer Stelle auf Führungsebene wegen Ihres Geschlechts diskriminiert worden sei. Neu hierbei: Die Klägerin führte den Beweis durch ein mathematisches Gutachten. Dies ist seit Inkrafttreten des AGG im August 2006 von der Rechtsprechung bisher nicht anerkannt worden. Mit einer Quote von 69 % Frauen im Betrieb und 0 % weiblichen Führungskräften auf oberster Führungsebene (von insgesamt 27 Personen) ist der Beweis statistisch erbracht worden. Der Arbeitgeber ist zur Zahlung von Entschädigung (Euro 20.000) sowie materiellen Schadenersatz (Gehaltsdifferenz) verurteilt worden.

500.000,- Euro-Klage: Einigung gescheitert

Die auf 500.000,- Euro gerichtete Klage (hier bereits berichtet) wegen Diskriminierung einer schwangeren Arbeitnehmerin türkischer Herkunft wird vor dem Arbeitsgericht Wiesbaden (Az. 5 Ca 46/08) fortgesetzt. Eine Einigung mit der beklagten R+V Versicherung scheiterte bislang. Termin zur Verkündung einer Entscheidung ist der 18.12.2008.